Wir Menschen lieben und wir brauchen Berührung und Begegnung. In unserer westeuropäischen, emanzipierten Gesellschaft ist es aus verschiedenen Gründen nicht üblich, sich “einfach so” zu berühren. Wir müssen entweder in einer Partnerschaft sein oder haben sonstwie eine vertrauensvolle Beziehung mit diesem Menschen, mit dem wir Berührung austauschen. Wieso ist das so? Wieso können wir nicht einfach entspannt unsere Sensualität ausleben? Welche kollektiven Dynamiken und Blockaden gelten in unserer Gesellschaft und was hat das alles mit männlicher, weiblicher Energie und dem Feminismus zu tun?

 

Mann und Frau Tantrainzurich LisiSoraya

ANTIPASTI | berührt sein.

Wir üben Grenzen, Berührung, Entspannung und Absichtslosigkeit regelmässig bei ANITPASTI | berührt sein. Wenn auch du in einem geschützen Rahmen üben möchtest, dann komm zum nächsten ANTIPASTI Abend. 

Was hindert uns daran, uns einander als Mann und Frau entspannt zu begegnen? 

 

Wenn wir nicht in einer Partnerschaft leben, ist es oft schwierig, zu den eigenen sensuellen Übungs- und Erlebnisräumen zu kommen. Wir könnten uns beispielsweise eine vertrauensvolle Person suchen, mit der wir Berührung, Sensualität, Sexualität austauschen. Oft aber hindern uns subtile, unbewusste Blockaden daran.

 

Als Mann können die folgenden Gedanken als Hindernisse vorhanden sein:

  • Gibt es denn überhaupt eine Frau, die dazu bereit wäre, mit einem ihr unbekannten Menschen in Berührung zu gehen?
  • Und wenn ich eine Frau finde, bin ich dann nicht vielleicht “zu viel”?
  • Ich spüre nämlich dann sehr schnell eine gewisse Erregung oder den Wunsch nach “Mehr”, kann ich das dann ausleben oder bin ich dann nicht schon “übergriffig”?
  • Hat eine Frau nicht Angst davor, mit einem Mann alleine in einem Raum zu sein und sich fallen zu lassen?

 

Als Frau könnten beispielsweise solche  Gedanken hochkommen:

  • Ich habe keine Lust, mich von irgendjemanden, den ich nicht kenne, berühren zu lassen.
  • Männer wollen dann oft gleich mehr, mir ist das zu viel.
  • Ich habe keine Lust auf Sensualität oder Berührung, ich brauche das irgendwie nicht mehr. Klar, es wäre schön, einen Partner dafür zu haben, aber einfach so mit irgendjemanden ? Danke, da kann ich darauf verzichten.

 

Was könnte auf “hoher Flughöhe” hinter diesen Gedanken stecken?

Wir alle befinden uns kollektiv in einem Szenario von “sexueller Verwirrung”. Das bedeutet, dass Sexualität als etwas gesehen wird, was nicht natürlich und nicht schambefreit ist, obwohl es ohne Sexualität keine Fortpflanzung gibt – somit etwas Natürliches sein muss. Neben den individuellen Erfahrungen gibt somit auch kollektive, gesellschaftliche Einflussfaktoren. Drei davon habe ich in diesem Blogpost erläutert:

1) Die weibliche Sexualität wurde bis vor Kurzem unterdrückt. 

Wie äussert sich das unter anderem? Darin, dass wir alle (Mann und Frau) immer noch nicht ganz genau über die weiblichen Genitalien anatomisch und funktionell Bescheid wissen.  Auch kennen wir nicht ganz genau die Zusammenhänge zwischen den Bestandteilen der Genitalien und der weiblichen Erregung.

  • Abbildungen in medizinischen Büchern zeigen die weiblichen Genitalien nicht korrekt oder unvollständig. Ursprünglich wurden die weiblichen Genitalien von Georg Ludwig Kobelt (1804-1857) genauestens erforscht und abgebildet. Die alten originalen Abbildungen kann man online im Archiv der auf der Uni Heidelberg bewundern.
  • Danach wurden die weiblichen Genitalien nicht mehr weiter erforscht und verschwanden in dieser Detailtreue aus den medizinischen Büchern.
  • Die Medizin begründet heute diesen nachlässigen Umgang mit der weiblichen Sexualität so, dass das Gewebe sofort nach dem Tod in den weiblichen Genitalien nur sehr aufwändig zu präparieren sei.
  • Der “Prometheus” beispielsweise ist ein Standard Nachschlagewerk im Medizin Studium. Selbst hier wurde erst in den letzten Jahren erst die Abbildung der weiblichen Genitalien um die vollständige Klitoris (also auch Schaft und Schenkel, nicht nur die Perle war mehr abgebildet) ergänzt. Daraus lässt sich schliessen, dass vermutlich auch nicht unsere Gynäkologen in der Regel genau über die weiblichen Genitalien Bescheid wissen.
  • Leider sind jedoch nur alleine durch die Ergänzung der Klitoris immer noch nicht die weiblichen Genitalien vollständig dargestellt. Weitere für die Erregung verantwortliche Bestandteile sind immer noch nicht allseits bekannt.
  • Das spgenannte “Erregungs-Netzwerk”, das sowohl mit der Klitoris und auch der weiblichen Prostata hinter der G-Fläche und dem Perenialschwamm verbunden ist, kennen viele Menschen immer noch nicht / und es wird auch nichts darüber geschrieben.
  • Wieso wissen immer noch nicht über die weiblichen Genitalien genau Bescheid?
    Da Sexualität immer noch tabuisiert ist und wir in einer allgemeinen sexuellen Verwirrung leben, können wir auch nicht seriöse Informationen leicht zugänglich erhalten. Lehrer dürfen aus nachvollziehbaren Gründen ihren Schülern nicht nahelegen, dass sie zum Beispiel Masturbieren sollten, um eine gesunde Sexualität zu entwickeln. Sie dürfen natürlich auch nicht erklären, wie man die Genitalien für den Aufbau von Erregung nutzt. Das ist alles nachvollziehbar, die Kinder und Jugendlichen müssen geschützt werden.
  •  Wäre das alles einfacher, wenn wir  Menschen unsere sexuelle Energie natürlich annehmen würden und unseren Körper einfach als “Tool” ansehen würden, um diese sensuellen Gefühle aufzubauen und die sexuelle Energie in unserem Körper hin- und herbewegen zu können? Könnten wir dann ohne Scham darüber sprechen und somit auch alle wertvollen Informationen weitergeben?

2) Die westliche Frau, die in unserer Gesellschaft ihren Zugang zur Weiblichkeit verloren hat

Dalai Lama hat mal gesagt: “Die Welt wird mit der westlichen Frau heilen”. Damit ist nicht zwingend gemeint, dass die Frau die Welt heilt, sondern dass zeitgleich – sobald die westliche Frau geheilt ist, auch die Welt heilen kann. Er sagte: “Helft mit bei der Erfüllung meines Traums: dass eine jede der mehr als zweihundert Nationen der Welt von einer Frau geführt wird! Es gäbe weniger Kriege, weniger Gewalt, weniger soziale und wirtschaftliche Ungerechtigkeit. Vor allem glaubt nicht, dass ihr, um in diese Leitungspositionen zu kommen und sie auszufüllen, die gleichen Mechanismen anwenden müsst wie die Männer. Die wahre Kraft kommt aus der Liebe und dem Mitgefühl. Je zahlreicher ihr werdet,…desto weniger Gewalt wird es geben. Junge Frauen dieses Jahrhunderts, seid die Pionierinnen der größtmöglichen aller Revolutionen“.

Was meint Dalai Lama damit? 

Meine persönliche Interpretation lautet, dass wir emanzipierten westlichen, europäischen Frauen, häufig den Zugang zu unseren weiblichen Anteilen verloren haben. Die Emanzipation war und ist enorm wichtig. Wir haben auch dem Feminismus, der sich sehr stark die männlichen Energien bedient und “sich lautstark durchsetzt” , sehr viel Pionierarbeit zu danken, selbst wenn ich persönlich nicht alle Ansichten des Feminismus teile. Jedoch wäre die “stille, sanfte Weiblichkeit “zu wenig laut” gewesen. Deswegen DANKE Feminismus, du hast viel erreicht bis jetzt und wir sind noch nicht am Ende.

Wir brauchen ein Miteinander

Viele haben verstanden, wir brauchen langfristig ein Miteinander und somit die mit der Weiblichkeit verbundene, ausgeglichene Frau – genauso, wie es den Mann dazu braucht, der mit seiner Männlichkeit verbunden ist und im Rahmen seiner Männlichkeit, seine weiblichen Anteile lebt. Und auch die Frau ist natürlich mit ihren Weiblichen Anteilen verbunden. Frauen sollen sich wieder in ihre Weiblichkeit hinein entspannen können, und zwar ohne die Gleichberechtigung mit Männern dafür aufgeben zu müssen. Dies bedeutet umgekehrt, dass Patriarchalische gesellschaftliche Strukturen beendet werden müssen und die Würdigung der weiblichen Energie Qualitäten in unserer Gesellschaft mehr Raum bekommen muss.
Daher ist wichtig, dass auch Männer sich mit ihren weiblichen Anteilen verbinden, aber auch die Männlichkeit finden und leben, um Raum halten zu können, damit sich Frau hineinenspannt in ihre Weiblichkeit.
Die Sexualität ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Aktuell ist die Sexualität sehr “männlich” dominiert, so wie auch unsere Gesellschaft.

3) Der westliche Mann, der gerade aufwacht und Angst davor hat, übergriffig zu sein

Nun ist es ja aktuell so, dass viele Männer immer mehr auch die darin verborgenen Vorteile erkennen, wenn die weiblichen Energiequalitäten in unserer Gesellschaft mehr Raum einnehmen. Zudem ist eine emanzipierte, aber weibliche Frau ein interessanter Gegenpol zum eigenen Sein als Mann. Eine Frau, die zu wenig mit ihrer Weiblichkeit verbunden ist, ist weniger anziehend – genauso wie ein zuwenig mit seiner Männlichkeit verbundener Mann weniger anziehend ist für eine Frau.

Männer werden abgewiesen, Frauen ziehen sich zurück -Wieso?

Häufig machen Männer die Erfahrung, von Frauen abgewiesen zu werden oder wissen gar nicht mehr, wie sie sich “korrekt” annähern sollen, um einerseits in ihrer Männlichkeit klare Position einzunehmen und andererseits nicht übergriffig zu wirken. Frauen machen oft aus ihrer Sicht keine guten Erfahrungen im Rahmen ihrer sexuellen Begegnungen oder sensuellen Annäherungen und lassen es dann oft bleiben und ziehen sich zurück. 

Das ist tatsächlich aus meiner Sicht eine der grössten Missverständnisse und Herausforderungen, welche wir so als Gesellschaft im Zuge unserer sexuellen Verwirrung durchmachen.

Wie gelangen wir zurück in die Selbstwirksamkeit?

Was können wir beitragen, damit wir uns wieder aneinander annähern und die Blockaden auflösen:

Zu allererst möglichst viel Bewusstsein in diese Situation hineinbringen. Sowohl als Mann und auch als Frau sich diese Dynamiken bewusst machen, auf einer kollektiven Ebene. Dann  ist es auch hilfreich diese Zusammenhänge zu erkennen, dass wir alle – wie oben detailliert ausgeführt – viel zu wenig verlässliche und einfach erhältliche Informationen über ihre Genitalien und über Sexualität haben und dass wir uns eigenverantwortlich darum kümmern, mehr zu wissen, zu üben und bewusst unsere Sexualität leben.  

Damit meine ich nicht nur, dass wir selbstverständlich über unsere Genitalien und jenen des anderen Geschlechts Bescheid wissen. Sondern auch, sich bewusst zu machen, dass die Erfahrungen und Traumas von Mann und Frau zur jetzigen Situation beigetragen haben, und damit beizutragen, diese Verwirrung kollektiv aufzulösen.

Die Frau als göttliches, sensuelles Wesen

Jedoch ein meiner Meinung nach mindestens genauso, wenn nicht NOCH wichtigere Punkt ist, dass Frauen sich wieder erlauben, sich mit ihrer Sexualität, ihrer Sensualität aktiv auseinanderzusetzen und damit auch mit der Frage, was will ich, was tut mir gut, wie möchte ich meine Sexualität leben und dabei sich nicht für ihre Lust oder Sexualität schämen, sondern im Gegenteil, es als Geschenk ansehen und als ihr natürliches Recht, diese Sensualität zu leben. 

Die eigenen Wünsche und Grenzen kennen

Wenn Grenzen überschritten werden, liegt das oft auch daran, weil eine Frau zu wenig Gelegenheit hatte, sich ihrer Grenzen entspannt bewusst zu werden.  Wenn Sexualität zu stark männlich dominiert ist, ist eine Frau viel zu sehr damit beschäftigt, ihre Grenzen zu wahren. Sie kann sich somit nicht hingeben und entspannen. 
Damit meine ich beispielsweise zu schnelles Berühren der Genitalien, zu schnelles Eindringen, zu schnelle Stösse … all das, was häufig in Pornographischen Filmen gezeigt wird entspricht überhaupt nicht dem, wofür wir Menschen sexuell geboren wären. Alle meinen, “das muss so sein”, wir haben ja auch nicht gelernt, darüber zu sprechen. Wenn sich also ein Mann annähert, kann die Frau gar nicht klar reagieren, wenn sie selbst keinen Kontakt zu ihren Grenzen hat. Woher soll also ein Mann wissen, was er tun soll oder nicht tun soll, wenn eine Frau sich ihrer eigenen Grenzen, Bedürfnisse und Wünsche gar nicht bewusst ist?
Dazu kommt eine schambehaftete Haltung hinsichtlich ihrer Lust, Erregung oder Genuss in Zusammenhang mit der Unterdrückung der weiblichen Sexualität.
Wenn sich also ein Mann einer Frau annähert und er beispielsweise zu “zielorientiert” vorgeht, tendiert eine Frau eher zu Rückzug als dass sie erkennt, was genau das Problem ist und im Gegenzug eine “Kurskorrektur” in  ihrer weiblichen Kraft durchführt.

Was ist mit “weiblicher Kraft” gemeint?

Die weibliche Kraft führt die “Korrektur” mit einer sanften, sensuellen Selbstsicherheit durch. Die Frau kennt genau ihre Grenzen und geniesst die Annäherung im Rahmen dieser. Sie bleibt total entspannt, solange die für sie klare Grenze nicht überschritten wird.
Für das Einhalten der Grenze muss sie sich nicht vorher überlegen, wie weit sie gehen will, sondern ihr Verstand gleicht jede Sekunde ab, ob sich das für sie noch stimmig anfühlt oder nicht, was da gerade geschieht.
Wenn Grenzen nicht klar sind für eine Frau, ist der “diffuse” Bereich zu gross und natürlich kann man sich als Frau hier nicht hinein entspannen, denn die Frau nimmt lediglich einen Mann wahr, der sich ihr annähert, kann aber auf nicht ausreichende Erfahrungen um zu vergleichen zurückgreifen. Somit kann eine Frau dies üben und erlernen, indem sie sich bewusst diesen Erfahrungen aussetzt. 

Absichtslosigkeit als Schlüssel für Entspannung zwischen Mann und Frau

Wenn eine Frau lernt, ihre sexuelle Energie als etwas anzusehen, was natürlicherweise in ihr angelegt ist – und nicht als etwas, was von aussen “erzeugt wird”, durch die Stimulation von einem Mann zum Beispiel.
Sie kennt und geniesst diese eigene Energie und lernt diese immer besser kennen, sie zu steuern und sie schliesslich münden diese Erfahrungen in einer sensuellen Selbstsicherheit. Zu Beginn ist sie nur ab und zu mit dieser Kraft verbunden, dann immer häufiger und irgendwann hat sie ständig Zugang dazu. Dann ist die Verbindung aus meiner Sicht mit der Weiblichkeit zu einem grossen Teil vollzogen. Die Verbindung mit dem Schossraum, und zwar vor allem mit der Gebärmutter (nicht nur mit der Klitoris) ist die eigentliche Urkraft.

Sensuelle Selbstsicherheit erlangen

Der Umgang mit der sensuellen Energie muss nicht zwingend mit einem Mann geübt werden, da ja diese Energie uns Menschen innewohnt. Selbstliebe (Mindful Masturbation oder Orgasmic Yoga) oder auch nur Berührung am gesamten Körper weckt die Sensoren auf und schult den Umgang damit, wenn dies bewusst und in Verbindung mit der Atmung gemacht wird.

Eine Frau, die also mit sich selbst gut verbunden ist, weiss,  wenn eine Berührung z.B. sich nicht gut anfühlt, woran das liegt und kann das auch erklären. Sie ist sich dessen sicher, dass ihre Wahrnehmung in Bezug auf die sensuelle Begegnung korrekt ist.

Es gibt für sie eine klares JA oder NEIN und dies entlastet natürlich dann den Mann. Ein Mann tappt ja genauso im Dunkeln. Und wenn die Kommunikation hinsichtlich Wünschen und Bedürfnissen nicht reif ist, wird da auch kein Licht von alleine reinkommen.
Eine Lösung ist meiner Meinung nach auch die, dass eine Frau sagt “ich weiss es ehrlich gesagt selbst nicht so genau, was ich will – aber das will ich nicht”. Das entlastet den Mann und sie könnten gemeinsam auf Forschungsreise gehen.  Wenn sich Mann und Frau dem Thema Absichtslosigkeit bewusst sind, könnte man zumindest direkt in dieses Thema einsteigen, wenn eine Berührung als “nicht gut” empfunden wird, und es danach beurteilen.

Ein Mann darf ehrlich sein, zu sich selbst und sich fragen: Will ich irgendwo hin? Übermannt mich gerade meine “Begierde” und ich würde gerne schon einen Schritt weitergehen oder bin ich tatsächlich noch im Jetzt, in der Präsenz und will das, was jetzt ist, absichtslos geniessen, entdecken und erforschen, sinnlich erleben und mich dem Jetzt hingeben?

So wächst eine Frau immer mehr in die Hingabe hinein

Eine Frau kann schnell “zu machen” und sich zurückziehen, wenn ein Mann sich zu schnell und zu absichtsvoll annähert. Der Schuss geht nach hinten los, wenn ein Mann nicht die Einladung und die Signale der Frau abwartet, bis sie ihn klar einlädt, näher zu kommen. 

Eine Frau trägt ihren Beitrag zum Gelingen einer Begegnung bei, indem sie sich ihrer Grenzen und Wünsche bewusst ist und präsent in jeder Sekunde möglichst abgleicht: Das, was jetzt passiert – will ich das? Wenn nein, wieso nicht? Wie könnte es besser sein?
Damit kann sie üben, sich dieser Grenzen klarer zu werden, und somit auch in weiterer Folge einen Mann “näher ran lassen” und es auch geniessen. Ihr Körper weiss, was sie will und was nicht. Sie muss also nicht mehr ständig “aufpassen” und sich nicht sonderlich “anstrengen” um diese Grenzen zu erkennen. Sie kann somit immer mehr in Hingabe hineinwachsen. 

Sie kann klar und selbstsicher ausdrücken, was es ist, was sie gerne lieber hätte und bleibt dabei total entspannt. Sie wirkt dabei nicht männlich (Dominant, bestimmend) sondern diese sexuelle Selbstsicherheit wirkt sehr anziehend und erotisch. 

 

Absichtslosigkeit: Meist ist es nicht entscheidend, WAS genau gemacht wird, sondern WIE es gemacht wird. Die Absichtslosigkeit ist dabei ein Schlüssel zum SEIN, weg vom MACHEN. Für Männer  – aber gleichfalls auch für Frauen hinsichtlich ihrer Erwartungen an den Mann –  ist die Absichtslosigkeit ein grosses Lernfeld, das viel Entspannung in unsere Begegnungen bringen kann. 

Headerbild matheus-ferrero@unsplash

ANTIPASTI | berührt sein.

Wir üben Grenzen, Berührung, Entspannung und Absichtslosigkeit regelmässig bei ANITPASTI | berührt sein. Wenn auch du in einem geschützen Rahmen üben möchtest, dann komm zum nächsten ANTIPASTI Abend. 

Buchtipp

Ein Buch, in dem die weiblichen Genitalien hervorragend erklärt werden, ist dieses hier. Es erklärt nicht nur die Bestandteile, sondern auch in Zusammenhang die Erregung und den Erregungsablauf und – aufbau bei Frauen.


Hinweis: Die Sprache ist ein wenig merkwürdig in diesem Buch, übersetzt aus dem Englischen (Ausdrücke wie “Pussy” z.B werden verwendet). Diese Art von Wording finde ich persönlich nicht ansprechend, aber nachdem das Fachwissen in diesem Buch wirklich ausgezeichnet und detailliert ist, bitte darüber hinwegsehen. 

Das Buch zeigt auch sehr gut auf, wie man als Frau aktiv etwas für die eigene Selbstwirksamkeit in Sachen Sexualität machen kann und ist auch für Männer sehr spannend und aufschlussreich!

Buchtipp Tantra in Zürich Lisi Soraya

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