Vergebung als Schlüssel zur Freiheit

Im Jahr 2018 haben mein Mann und ich uns sehr kurzfristig getrennt, für mich war die Trennung aus verschiedenen Gründen sehr schmerzhaft. Unter anderem hatte er sich in eine andere Frau verliebt. Die beiden sind mittlerweile verheiratet und haben vor 6 Monaten ein Baby bekommen.

Jetzt, im Juli 2022, verbringen wir alle gemeinsam über den Sommer als grosse Patchwork Familie 2.0 den Sommer in Thailand.

Was bedeutet Vergeben und was bringt es dir für dein Leben und deine sexuelle Fülle?

Für eine freie Sexualität ist emotionale Freiheit ein Schlüsselfaktor, denn solange du an Ereignissen oder Personen festhältst, die in deiner Vergangenheit liegen, wird sich deine sexuelle Energie nicht frei entfalten können.

Befreie dich von deinem Verstand

Es gibt eine Stimme in deinem Kopf, die dir ständig unter anderem Bewertungen zur jeweiligen Situation mitteilt. Selbst, wenn also diese Stimme Relevanz für die jetzigen Situationen hat, wird diese Interpretation mit der Vergangenheit zu tun haben. Das geschieht, weil diese Stimme zu deinem konditionierten Verstand gehört, der aus deiner gesamten Vergangenheit entstanden ist und aus den von dir beerbten kollektiven Verstandesmustern.

Sobald du in einem ersten Schritt also lernst, diese Stimme mit dem Verstand zu beobachten und von einer Distanz zu betrachten, verstehst du, dass diese Stimme nichts mit deiner Essenz zu tun hat.

Das bedeutet nicht, dass der Verstand schlecht ist. Der Verstand ist ein Werkzeug, das wir bewusst einsetzen dürfen und mit dem wir uns nicht identifizieren sollten.

Wir sind nicht unser Verstand, also nicht unsere Gedanken.

Wieso ist Vergebung wichtig für deine emotionale Freiheit?

Vergebung ist ein Tool, mit dem du dir deine eigene Power zurück holen kannst – die Kontrolle über dein Leben. Denn sobald du vergeben hast, hast wieder du alleine die Kontrolle über dein Leben. Du entscheidest selbst, welche Haltung du gegenüber der Vergangenheit einnehmen möchtest.

Das Verweilen in Schuldzuweisungen und Vorwürfen ist dir nicht dienlich, denn du baust deine Zukunft auf Basis deiner Vergangenheit.

Der Groll auf den/die Ex beispielsweise wirft einen Schatten in die folgenden intimen Begegnungen mit. Negative Emotionen wie Wut, Trauer oder Angst können beispielsweise Blockaden in der Hingabe verursachen.

Ohne Vergebung können wir Menschen nicht loslassen. Wir sind so angelegt, dass sich unser Gehirn beziehungsweise manchmal auch Emotionen über unseren Körper immer wieder melden und sich Geschehenes immer wieder in Erinnerung rufen. Das bindet Energie.

 

Vergebung: Emotionale Freiheit und Liebe statt Trennung und Rachegefühle

Der Vorteil, wenn du frei von Vorwürfen bist ist, dass du eine Menge Energie freisetzen kannst. Denn dahin, wo die Aufmerksamkeit fliesst, fliesst auch deine Energie. Wenn deine Gedanken an die Vergangenheit verbunden sind mit negativen Emotionen und Bewertungen, ist es nicht möglich, emotional wirklich frei zu sein.

Diese Emotionen haben einen Einfluss auf dein Leben, deine Sexualität, deine Gedanken, Gefühle und somit Handlungen.

Die 4 Schritte zur Vergebung

  1. Bewusst machen Der erste Schritt in der Vergebung ist sich bewusst zu machen, dass man noch im Vorwurf ist und das Fühlen des Schmerzes und der Emotionen, die damit verknüpft sind. Wut, Zorn, Trauer, Hass … alles hat hier Platz. Auf keinen Fall die Gefühle wegdrücken, sondern Raum geben und fühlen. Der Verstand beobachtet alles aus einer Distanz.
  2. Entscheiden Dann benutzt man seinen Verstand im zweiten Schritt und macht sich klar, welche Nachteile durch das Nicht vergeben entstehen, um kognitiv zu entscheiden, und umgekehrt, welche Vorteile damit verknüpft sind, wenn man vergibt. Es ist überhaupt noch nicht wichtig, sich zu überlegen, wie man das macht. Man fühlt überhaupt noch nicht die Vergebung, aber die Entscheidung, es zu machen, löst den Prozess aus.
  3. Versändnis entwickeln  Wir beginnen, eine neue Sicht auf den Menschen zu entwickeln, der uns das Leid zugefügt hat. Mitgefühl für den Menschen, Verständnis, dass auch er oder sie in seinem oder ihrem Rahmen gehandelt hat., jedoch ohne die Tat zu entschuldigen. Wir lernen, das Unrecht, das uns widerfahren ist, als unumkehrbar zu akzeptieren und auf Reaktionen wie Rückzug, Angriff oder den Wunsch nach Rache zu verzichten.
  4. Akzeptanz entwickeln Schliesslich enthüllt sich die Erkenntnis, dass es guttut, schmerzliche Gefühle und Verhaltens weisen loszulassen und durch Mitgefühl, Grosszügigkeit und Wohlwollen zu ersetzen. Mit dem Loslassen verbunden sind die vielen Vorteile, die sich aufgrund der neuen Haltung erschliessen.
Alles beginnt mit einer starken Vision

Vor ca. 1.5 Jahren verbrachte ich ein Wochenende in einer Spirituellen Gemeinschaft mit meinen Kindern und hatte dort die spontane, kraftvolle Vision hatte, Teil einer grossen Familie zu sein. Dort machte ich Schritt 2 im Prozess und traf die Entscheidung, meinem Ex-Mann und seiner neuen Frau endgültig zu vergeben und die letzten Reste meines Schmerzes loszulassen, die Vergangenheit Ruhen zu lassen, um somit endgültig frei zu werden. Schritt 1 und 2 können also zeitlich sehr Nahe beieinander liegen. Du kannst heute den Prozess des Vergebens anstossen.

Und: je stärker die Vision von dem ist, was du sein willst, wie du leben möchtest, umso einfacher ist es.

 Alles beginnt mit einer starken Vision

Vor ca. 1.5 Jahren verbrachte ich ein Wochenende in einer spirituellen Gemeinschaft mit meinen Kindern und hatte dort die spontane, kraftvolle Vision hatte, Teil einer grossen Familie zu sein. Dort machte ich Schritt 2 im Prozess und traf die Entscheidung, meinem Ex-Mann und seiner neuen Frau endgültig zu vergeben und die letzten Reste meines Schmerzes loszulassen, die Vergangenheit ruhen zu lassen, um somit endgültig freizuwerden. Schritt 1 und 2 können also zeitlich sehr nahe beieinander liegen. Du kannst heute den Prozess des Vergebens anstossen.

Und: je stärker die Vision von dem ist, was du sein willst, wie du leben möchtest, umso einfacher ist es.

Mögliche Blockaden für den Entscheidungsprozess

Zu vergeben, bedeutet nicht, die negative Erfahrung ungeschehen zu machen, als richtig zu erklären, zu rechtfertigen oder schönzureden.

Zu vergeben, heisst nicht, dass man das, was passiert ist, legitimiert oder abschwächt.

Vergeben heisst nicht “das Vergangene schönreden”.

Wenn Erfahrungen sehr schmerzhaft sind, vielleicht sogar mit Gewalt zu tun hatten, ist es umso herausfordernder, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Halte dir vor Augen, dass es dir für dein Leben absolut undienlich ist, an der Vergangenheit festzuhalten.

Erlaube dir, nach Möglichkeit eine dienliche Haltung einzunehmen, wie beispielsweise: 

Es ist schlimm genug, dass etwas passiert ist, das mir so sehr geschmerzt hat. Aber es macht gar keinen Sinn, dass ich dieser Erfahrung und dieser Person heute und in der Zukunft die Möglichkeit überlasse, mich weiterhin schlecht zu fühlen.

Nochmals: es geht darum, sich zu befreien und nicht das Geschehen “schön” zu reden. Mir ist das sehr wichtig an dieser Stelle zu erwähnen, dass ich mir absolut bewusst bin, dass ein Traume sehr weitreichende Folgen haben kann. 

Erlaube dir immer häufiger deine Gedanken und Bewertungen zu beobachten. Es gibt natürlich immer Situationen, die herausfordernd sind und auch meine Kopf-Stimme meldet sich regelmässig. Entscheidend ist, diesen Gedanken nicht unkontrolliert freien Lauf zu lassen und sich damit zu identifizieren, sondern sie bewusst wahrzunehmen. Verstehen, dass du nicht deine Gedanken bist. Verstehen, dass du immer die Wahl hast, wie du über eine Situation denkst. Eine Kernfrage, die sich daraus ergibt ist: Wer willst du sein? Wie würde sich die Person verhalten, die du sein willst?

 

Schreibe mir deine Gedanken an tantrainzurich@gmail.com

Fotocredits: Header Photo by Fa Barboza on Unsplash , Foto Frau mit Hand am Herz by Darius Bashar on Unsplash , Herz im Sand by Khadeeja Yasser on Unsplash  

 

Wie erschaffe ich mir eine erfüllte Sexualität ?

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